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Gelöscht

BY: @martinwinkler | CREATED: Jan. 31, 2018, 7:43 p.m. | VOTES: 7 | PAYOUT: $0.23 | [ VOTE ]

Gelöscht

TAGS: [ #deutsch ] [ #life ] [ #motivation ] [ #psychologie ] [ #adhs ]

Replies

@spongechris | Jan. 31, 2018, 8:17 p.m. | Votes: 1 | [ VOTE ]

Hey,

du musst dich net mit Zweifeln quälen. Wenn es sein muss, muss es sein ansonsten ist es für beide Seiten nicht zufriedenstellend. Er würde auch irgendwann merken das er nichmehr kann wie er will...

Wenn er wirklich einen solchen vitae hat, dann musst du dir auch um seine finanzielle Absicherung keine sorgen machen.

Also Kopf Hoch! Es ist nicht angenehm aber manchmal leider Notwendig. Zum Wohl des Arbeitgebers und Arbeitnehmers.

@martinwinkler | Jan. 31, 2018, 8:25 p.m. | Votes: 0 | [ VOTE ]

Ich habe eigentlich an der Stelle keine Skrupel. Ich habe selber überlegt gehabt, als Honorararzt zu arbeiten. Ist halt voll lukrativ. Aber für den aufgerufenen Preis muss ich auch was bringen.

Ich habe andere Kolleginnen und Kollegen, die "schleppe" ich gerade mit. Das ist schon weit schwieriger. Ich fand es nur für mich schon schwierig, weil ich eben auch vor über einem halben Jahr eine Kündigung bzw. Nicht-Übernahme erlebt habe. Diesmal auf der anderen Seite. Und sehr gemein verlaufen. So schnell ändern sich die Seiten / Zeiten...

@spongechris | Jan. 31, 2018, 8:54 p.m. | Votes: 0 | [ VOTE ]

Ja das ist immer ärgerlich wen mitzuschleppen... aber das hat man leider überall ... und da macht man einfach nix dran

Das sich die Zeiten ändern erinnert mich an: Mal bisse Hund ... Mal bisse Baum ;)

@vonhandfotografy | Jan. 31, 2018, 8:32 p.m. | Votes: 1 | [ VOTE ]

Tja, wenn es möglich wäre so jemanden nach Leistung zu bezahlen.

@martinwinkler | Feb. 1, 2018, 6:08 a.m. | Votes: 0 | [ VOTE ]

.... Dann wäre er verhungert. Leider.

@marionwacker | Jan. 31, 2018, 10 p.m. | Votes: 0 | [ VOTE ]

Jedes "Gutmensch" sein hat eben Grenzen.
Wir hatten mal einen Mitarbeiter der quasi alle relevanten Voraussetzungen mitbrachte.
Fachlich,fleissig,freundlich,selbstständig arbeitend usw.
Er lag mir iwie am Herzen weil schwierige Familienverhältnisse,früher Tod der Mutter.
Tja und dann per Zufall kamen wir dahinter das er Arbeitsmaterial der Firma vertickte.
Was machste dann da ?
Kündigung war unausweichlich weil s zu Lasten der ganzen Firma ging.

@martinwinkler | Feb. 1, 2018, 6:05 a.m. | Votes: 0 | [ VOTE ]

Dann ist er ja auch selber schuld bzw. man muss so handeln. Leider ist es eben derzeit bei den Ärzten so, dass es wirklich kaum "gute" Kollegen gibt. Das ist irgendwie erschütternd. Man kann sich schon die Frage stellen, wo die "anderen" bleiben. Vermutlich haben sie irgendwann die Schnauze voll von schlechten Arbeitsbedingungen in der kurativen bzw. rehabilitativen Medizin, der miesen Bezahlung etc. Die gehen dann in andere Bereiche der Wirtschaft.

@chriddi | Feb. 1, 2018, 1:01 a.m. | Votes: 1 | [ VOTE ]

> Dabei hat er echt nichts getan.

Nach diesem Satz dachte ich: "Nun wird's lustig!". Hätte unter der Überschrift einen guten Einstieg in eine Satire dargestellt 😉

Aber du hast dich mit einem sehr ernsten Thema auseinandergesetzt, welches dir an die Nieren ging. Und dass ist denke ich normal, wenn wir jemandem persönlich eine schlechte Nachricht überbringen, von der wir wissen, dass sie sachlich korrekt ist, aus vielen emotionalen Gründen aber eine Hemmschwelle besteht. Ich kenne das auch aus Mitarbeitergesprächen. Zwar nicht bzgl. Kündigung, aber Langzeiterkrankungen.

Ich finde, über einen kürzeren Zeitraum, kann man in einem Betrieb mit gutem Klima ruhig einmal die Arbeit übernehmen. Aber nur über einen kurzen Zeitraum. Sobald jemand anderes dadurch langfristig belastetet wird und damit auch krank werden kann, ist die Situation bei aller Rücksichtnahme nicht tragbar. Da muss man auch "die anderen" incl. sich selbst schützen.

Da eine Klinik für's Personal bei dem Arbeitsaufkommen ja nun alles andere als ein Integrationsbetrieb ist, musstest du genau den Schritt gehen, den du gegangen bist. Ich gehe mal davon aus, dass die Entscheidung den Herrn nicht unerwartet getroffen hat.

@isarmoewe | Feb. 1, 2018, 4:45 a.m. | Votes: 1 | [ VOTE ]

Klingt mir danach, als sei er dieses System vielleicht auch einfach nicht gewöhnt, weil es zu seiner Lehrzeit noch nicht installiert war. Kann das sein?
Ich hab schon Arztbriefe nach Aufenthalten in Kliniken bekommen, da war ein Monat herum und ich überzeugt, daß sie sehr unter Zeitdruck abgefaßt wurden.

@sabine-reichert | Feb. 1, 2018, 10:27 a.m. | Votes: 0 | [ VOTE ]

Ein schwieriges Thema, ich kenne es. Musste auch schon Leute entlassen, ich habe mich ewig gequält mit der Entscheidung und mir war furchtbar schlecht dabei, als ich es aussprechen musste. Doch im Nachhinein war die Entscheidung immer richtig. Ich wünsche dir, dass du schnell einen guten Ersatz findest!

@kuchenkruemel | Feb. 1, 2018, 1:45 p.m. | Votes: 0 | [ VOTE ]

Nun wirst Du eben weiter, wie jedes Wochenende, vor- bzw. nacharbeiten müssen. Schade, ich hatte so gehofft, dass dieser neue Kollege zumindest eine gewisse Zeit eine Entlastung für Dich ist. Allerdings war ich schon skeptisch, als ich erfuhr, wie alt der gute Herr ist. Hoffentlich gibt es bald besseren Ersatz.

@eiselein | Feb. 1, 2018, 5:29 p.m. | Votes: 0 | [ VOTE ]

Ein total unfähiger Psychiater, das ist ja mal ganz was Neues. :-) Du weißt ganz genau, dass das die Regel ist.

Würde Dein Beispiel Schule machen, müsste man quasi jeden zweiten psychiatrischen Klinikarzt entlassen. Und 80 % der niedergelassenen Praxen schließen.

Ich hätte den Mann überhaupt nicht entlassen, sondern der üblichen Praxis gemäß sofort befördert. Denn ein Psychiater, der gar nichts tut, ist mir wesentlich ungefährlicher, als einer, der zwar etwas tut, aber überhaupt nicht weiß, was.

Dass er unfähig ist, Berichte zu schreiben, muss nichts heißen, auch nicht, dass er ADHS hat. Die meisten Psychiater können keine drei geraden deutschen Sätze hintereinander schreiben, geschweige denn den Sinn aus dem, was sie da geschrieben haben, im Anschluss verbalisieren oder sich überhaupt nur daran erinnern.

Was auch daran liegen mag, dass die meisten Arztberiche gar nicht von den Ärzten geschrieben, sondern nur unterschrieben werden.

Geschrieben werden sie vom Sekretariat. Der Inhalt, wenn man von einem solchen sprechen will, wird von sekundären Ko-Therapeuten in einer ad hoc Sitzung hingeschludert. Das einzige was der Psychiater leistet ist im günstigen Fall die Schlußredaktion und die Unterschrift.

Der Oberarzt bzw. der Chefarzt zeichnet die Sache dann gegen. D.h. ohne das Ding nochmal durchzulesen, setzt auch dieser seinen Kringel drunter. Und fertig ist die Laube.

Auch wenn man kein Philologe ist und/oder nur ein sehr rudimentäres sprachliches Verständnis hat, lässt sich schon an den Abschlussberichten nach oberflächlicher Inaugenscheinname feststellen, dass rein stilistisch betrachtet mehrere Personen, oder vielleicht sollten wir besser sagen Stimmen aus dem Off, an der Abfassung der Pfuscharbeit beteiligt gewesen sind, und das ganze dann im Anschluss im Copy- und Paste-Verfahren zusammengeschludert worden ist. Aus einem Guß, oder gar aus einer Hand sind diese Texte also ohnehin nicht.

Ich schreibe inzwischen meine Atteste, Einlassungen an die Krankenkasse oder Arztberichte selber und lasse diese dann von meinem Psychiater unterschreiben.

Würde ich Ihn mit der Abfassung eines Schriftstückes betrauen, bspw. eines Attests, würde das unter günstigen Umständen mindestens ein Vierteljahr dauern. Aber auch dann wäre nicht gewährleistet, dass er das Schriftstück nach dessen Abfassung noch finden oder gar an mich verschicken würde.

Es muss sich in diesem Fall tatsächlich um einen Honorar-Arzt gehandelt haben, denn Unfähigkeit ist bei Psychiatern grundsätzlich eine Beförderungsvorraussetzung; jedenfalls ist in Deutschland noch nie ein Psychiater wegen Unfähigkeit entlassen worden, auch nicht wegen grober Fahrlässigkeit.

Psychiater werden überhaupt nicht entlassen. Wenn man einen los werden will, so wird dieser nicht entlassen, sondern hinausgemobbt. Und zwar nicht, wie man vielleicht annehmen könnte, wegen seiner Unfähigkeit, sondern meistens, weil die anderen gemerkt haben, dass dies einer ist, der wenigstens ein bißchen Ahnung von seinem Job hat.

Es ist also in der deutschen Psychiatrie wesentlich wahrscheinlicher, dass sich die Unfähigen verbünden, um einen etwas Befähigteren loszuwerden, als umgekehrt. Dass die Befähigten dagegen sich einmal hätten zusammengetan, um einen wirklich Unfähigen loszuwerden, ist quasi überhaupt noch nie vorgekommen.

Im Gegenteil, der Fortbestand des System ist ja gerade darin garantiert, dass sich die Unfähigen gegenseitig stützen - eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus, insbesonderen dann nicht, wenn die Weste weiß und die Krähe nicht schwarz ist - sodass man von der Psychiatrie in Deutschland auch als einem Kartell der Unfähigen sprechen könnte.

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